ISABEL RISTAU
 ISABEL RISTAU

CoronArt

*Suminagashi und Corona-Haikus, Tusche und Siegelfarbe auf Zeichenpapier, 2020

 

 

 

 

 

 

Teatime with Sars CoV2

03/2020

50 x 70 cm

Black and green Tea, ink on watercolour Paper

"Exploitation of a pandemic Virus", Triptychon, Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 2020

 

 

 

 

 

 

Study on novel Coronavirus

07/2020

36 x 48 cm

Black Ink and Red Seal on Aquarel Paper

"Corona Heads", Objektinstallation, 2020

 

"Lockdown Blues",

 

Part of Triptych - work in progress -

 

Edding auf Zeichenpapier,

 

2020

*Suminagashi ist der Name einer alten japanischen Technik zur Herstellung von Marmorpapier sowie einer japanischen Stahlsorte. Der Name bedeutet übersetzt etwa „schwebende Tusche“ und wurde ursprünglich nur von Shinto-Priestern als eine Art Zenmediatation ausgeführt.

Im Gegensatz zu den europäischen Marmoriertechniken oder des türkischen „Ebru“-Verfahrens wird die Tusche direkt auf klarem Wasser aufgebracht und nicht auf einem angedickten Untergrund.

Dadurch wird es nahezu unmöglich, Zeichnungen oder exakt gesteuerte Bildelemente zu gestalten, da jeder Lufthauch und jede Bewegung am Tisch das Bild sofort verändert. Dennoch ist es den alten Suminagashi-Meistern nach langjähriger Erfahrung möglich, Landschaftsbilder und sogar Figuren entstehen zu lassen.

 

 

Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die heute weltweit verbreitet ist. Das (oder der) Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt.

Zu den bedeutendsten Haiku-Dichtern zählen Matsuo Bashō (1644–1694), Yosa Buson (1716–1783), Kobayashi Issa (1763–1827) und Masaoka Shiki (1867–1902). Bashō erneuerte mit seinen Schülern die Haikai-Dichtung und ermöglichte ihr die Anerkennung als ernsthafte Literatur. Shiki gilt als Begründer des modernen Haiku. Er war es, der den Begriff Haiku prägte (gegenüber dem älteren Haikai oder Hokku).

Japanische Haikus bestehen meistens aus drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Silben bzw. Lauteinheiten (Moren). Unverzichtbarer Bestandteil eines Haiku sind Konkretheit und der Bezug auf die Gegenwart. In traditionellen Haikus wird mit einem spezifischen Wort (Kigo) indirekt eine bestimmte Jahreszeit angesprochen. Als Wesensmerkmal gelten auch die nicht abgeschlossenen, offenen Texte, die sich erst im Erleben des Lesers vervollständigen: Im Text wird nicht alles gesagt, Gefühle werden nur selten konkret benannt. Sie sollen sich möglichst erst durch die im Gedicht aufgeführten Dinge und den Gesamtzusammenhang erschließen.


 
Die japanische Dichtung hat als Samen das menschliche Herz, und ihr entsprießen unzählige Blätter von Wörtern. Viele Dinge ergreifen die Menschen in diesem Leben: sie versuchen dann, ihre Gefühle durch Bilder auszudrücken, die sie dem entnehmen, was sie sehen und hören.“ - Donald Keene

 

Links:

 

How to paint on water: https://suminagashi.com/page/4/

Geschichte des Suminagashi/ Marmorien: https://suminagashi.com/history/

Meister Fukuda demonstriert Suminagashi: https://www.youtube.com/watch?v=9nAez1H9iAw

Haiku: https://de.wikipedia.org/wiki/Haiku